Montag, 8. Mai 2017

Nachjustiert

Das hätte ich nicht gedacht, die Karosserie summiert sich samt Toleranzen im Chassis zu bestimmt 3-4mm Versatz von linker zu rechter Seite auf. Ich habe alle Querlenker mit den gleichen Maßen nachgearbeitet, was beidseitig 6mm Reduzierung des Radstandes ergab. An der Vorderachse liegt die Radachse gut im Radhaus, hinten war sie zu weit nach vorn gekommen. Somit habe ich nun die hinteren Distanzen wieder auf die ursprüngliche Seite gesetzt, wo ich Material abgenommen hatte. Meinen beiden Karosserien in Verbindung mit dem Chassis reichen offenbar nur 3mm anstatt 6mm, um mittig über die Radachsen zu kommen. Besser wird es nicht, muss es aber auch nicht, denn so ist es absolut passig. Morgen heißt es schleifen und dann irgendwann lackieren, wenn das Wetter sich mal einkriegt und sich daran erinnert, dass der Mai begonnen hat ;-).


So stay tuned,

Gruß Olli

Sonntag, 7. Mai 2017

Licht und Schatten

Viel besser als vorher aber noch nicht ganz da, wo ich hin will. So lässt sich die heutige Montage am besten beschreiben. Eines kann ich bereits sagen, die Lage des neuen Radstandes passt wesentlich besser zum Turbo als die 236mm Wheelbase. Wenngleich ich festgestellt habe, dass die Karosserien offenbar recht krumm sind, denn die Maßüberstände sind von links zu rechts doch deutlich unterschiedlich. Ich denke, hier muss ich über größere Karosseriebohrungen etwas ausgleichen und dann ggf. wieder kleinere Distanzringe lackieren und nach Ausrichten an den richtigen Stellen einkleben. Mal schauen. An der Vorderachse ließ sich alles butterweich und spielfrei einbauen. Jedoch musste ich feststellen, dass meine Idee der verstellbaren oberen Querlenker so nicht zufriedenstellend funktioniert. Vorn sind selbst die kürzesten Gewindestangen zu lang und hinten war es ein Gewürge sondergleichen, die Kugelpfannen mit der Gewindestange zusammen zu schrauben. Also entschied ich mich, es wieder mit den ursprünglichen Querlenkern samt der Distanzen zu versuchen und das war die deutlich bessere Entscheidung. Durch Herstellung der Distanzen auf der Maschine sind die Flächen parallel und winklig zueinander und die Abmäße (ich habe die Längen auf 0,05mm genau abgestochen) passen für spielfreie Montage. Da ich hinten die Gewindestangen nicht nutzen kann, muss ich vermutlich noch mal passende Distanzen für die oberen originalen Querlenker drehen. aktuell sitzen die sehr locker und sorgen für das "Einfallen" der Räder nach innen. Sieht hinten bescheiden aus, denn die breiten Latschen sollen ja satt ins Radhaus passen. Anbei ein paar Bilder mit dem ursprünglichen Teilest über Montage zum Zwischenstand.


Übermorgen bin ich noch mal in der Werkstatt zum Karosserien schleifen, dann versuche ich gleich noch mal einen Termin zu machen, um den Rest meiner Teile anzufertigen.

Stay tuned....

Gruß Olli

Samstag, 29. April 2017

Schnitzer: Jetzt läuft er!

Offenbar hatte der erste Sender der Absima 3 tatsächlich eine Macke. Nachdem ich die Tamico-Rechnung und die Trackingnummer meines Paketes an Absima gesendet habe, schoben die Jungs sofort eine Ersatzsteuerung bei UPS in den Lieferwagen. Gestern war die Steuerung da - nach einem Tag. Vorbildlich, danke nochmals für diesen unkomplizierten Tausch, so wünscht man sich das! Zwei Empfänger waren dabei, einen hatten die Absima-Jungs bereits gebunden und tatsächlich, er tut seinen Dienst. Das Auto fährt, jedoch habe ich noch Probleme, die Einstellungen abzuspeichern. Kanal 1 mit dem Lenkservo muss invertiert werden, Kanal 2 mit dem Fahrtregler hingegen nicht. Die Steuerung macht es umgekehrt. Ich kann es umstellen und fahren, nach Neustart ist aber wieder neu einstellen angesagt. Muss in der Anleitung nochmal nachschauen, wie die Speicherung der Einstellungen funktioniert. Intuitiv habe ich es nicht hinbekommen.


Ich fuhr mit dem Schnitzer und dem Evo mal etwas auf der Straße, habe natürlich beide Karossen gleich mal beim Überfahren eines Gullys etwas in Mitleidenschaft gezogen. Nun gut, ließ sich richten. Jetzt mache ich mit dem Porsche weiter, hier habe ich Freitag die Möglichkeit, meine Teile für die Radstandsanpassung selbst anzufertigen.

Stay tuned,

Gruß Olli

Freitag, 28. April 2017

Mal wieder ran!

Zwanzig Jahre ist es her, dass ich das letzte Mal an einer Dreh- oder Fräsmaschine stand aber das ist offenbar wie Fahrrad fahren, das verlernt man nicht so schnell. Drei Jahre Ausbildung bleiben halt haften. Ich hatte heute die Möglichkeit, in einem befreundeten Betrieb eine alte Leinen Drehmaschine und eine Fräsmaschine nutzen zu können, um meine Distanzen herzustellen und die Querlenker zu bearbeiten. Das war klasse, wie eine Zeitreise. Das hat mir mal wieder gezeigt, dass ich eigentlich selbst auch noch zwei solche Maschinen brauche aber wohin damit? Und wo herbekommen? Gefühlt sind die ständig ausverkauft bzw. werden garnicht angeboten, wenn man nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Aber zurück zu meinen Teilen. Ich hatte mir bei Hornbach in Wolfsburg noch fix 8mm Alu-Rundmaterial gekauft, welches der Aufnahme der unten Querlenker am Getriebegehäuse entspricht. Ich stellte knapp zehn Distanzringe mit Innendurchmesser 3,1mm und 3mm Dicke her, mit denen ich die Querlenkerverschiebung realisieren kann. Die Querlenker habe ich einseitig um 3,1mm abgefräst. Eine kurze Probemontage auf der Werkbank zeigte, dass sie saugend schmatzend reingehen, habe also das richtige Maß erwischt. Die Dämpferanbindung habe ich über Kugelköpfe samt ebenfalls passender Distanzringe eingestellt (vorn 3mm, hinten 5mm). Die 10mm Alu-Mitnehmer hatten die Jungs bereits für mich ausgedreht und auch die Zentralmuttern mit langem Gewinde hergestellt. Ich musste noch mal 2mm abstechen, damit die Zentralmuttern die Räder auch klemmen aber das war tatsächlich kein Problem. Anbei ein paar Bilder.


Am Wochenende will ich nun mal montieren. mal schauen, wie gut das alles zusammenpasst und ob die einstellbaren oberen Querlenker so funktionieren wie ich mir das vorstelle. Anbei der noch alte Stand vor Bearbeitung, auch die bei Tamico bestellten Teile sind eingegangen. Nach Beschnitt und Kantenschliff können die beiden Karosserien dann endlich Farbe sehen!



Stay tuned....

Gruß Olli

Montag, 24. April 2017

Breiter Baby, breiter!

Mann, ist der letzte Post schon lang her. War etwas schreibfaul, aber nicht entwicklungsfaul. Die Ideen zur Spurverbreiterung gingen in die nächste Runde, zumal ich von einem Kollegen einen Kontakt für einen Prototypenlieferanten aus Braunschweig erhielt, den ich letzte Woche aufgesucht habe. Wir unterhielten uns über mein Projekt und kamen nach ein paar Minuten Diskussion zu einer einfachen Lösung, die Verschraubung mit Distanzscheiben umzusetzen. Man macht das nicht mit längeren Radachsen, die komplex und teuer in der Herstellung sind, sondern nutzt längere Sechskantmitnehmer für die Räder und fertigt eine passende Schraube mit Innengewinde an, die man von außen durch die Felge auf die Radachse schraubt. Somit müssen nur die längeren Mitnehmer etwas ausgespindelt werden und die vier Schrauben zur Befestigung der Räder hergestellt werden. Wir machen das ganze aus Alu, das reicht von der Festigkeit hin und muss nicht korrosionsgeschützt werden. Auf der Suche nach passenden Mitnehmern stieß ich bei Fortuna Racing Cars auf 10mm Exemplare, die für den Wild Willy 2 angeboten werden. Passen hervorragend auch hier und die Verbreiterung von 4mm scheint genau hinzukommen. Hier mal ein paar Vergleichsbilder und meine grobe erste Handskizze als Idee der Schrauben.


Darüber hinaus machte ich mich heute an die neue Jägermeister-Karosserie und schliff die Radhäuser rund wie vorher beim RUF. Den RUF habe ich in diesem Rutsch gleich noch mal nachgeschliffen, so dass überall gleiche Radkastenausschnitte entstehen. Jetzt werde ich mich mal an den Beschnitt des Rests machen.

So stay tuned...

Gruß Olli

Donnerstag, 20. April 2017

Schnitzer: Elektronik Debakel

Wenn ich mal nicht mehr wissen sollte, mit was ich mein Geld verdienen soll, habe ich noch ein Ass im Ärmel. Tester für elektronische Geräte. Wann und wo auch immer ein elektronisches Gerät einen Defekt aufweist oder einen Fehler produziert, den sonst aber auch kein Zweiter auf diesem Erdball reproduzieren kann - ich schaffe es! Ganz sicher! Im Büro auch, was ich da an Böcken in der IT aufdecke, kann sich schon sehen lassen. Da hört man häufiger an der Hotline "Oh, das habe ich ich bislang bei noch niemandem gesehen!". Tja, ich schon. Seit Vorgestern gilt das nun auch für den Schnitzer zum Stichwort Inbetriebnahme Fernsteueranlage. Wenn wir vorne anfangen wollen, müssen wir aber noch kurz den Lenkservo mit ein paar Worten würdigen. Ein betagter aber noch einwandfrei arbeitender Graupner C505 soll die Lenkstange bewegen, also stellte ich ihn mit der alten Graupner C4 auf Mittelposition und wollte den Samwa Servo Saver (das runde Servohorn) auf den Zapfen montieren aber daran war nicht zu denken. Ich maß einen Unterschied von 5/10mm im Durchmesser heraus. Mit Gewalt wollte ich es nicht versuchen, denn alle bisherigen mal montierten Servohörner gingen immer saugend schmatzend drauf. Ich stellte also wieder alles hin und hing mich unverrichtender Dinge vor die Glotze. Am kommenden Tag wandte ich mich an Tamico und Herr Startek antwortete, dass das eigentlich kein Problem sein sollte. Es gäbe keine unterschiedlichen Maße und ich sollte doch mal etwas kräftiger drücken. So dann gestern Abend passiert - mit der Rohrzange angesetzt und nach anfänglichen Druck rutsche er tatsächlich drauf - ok, Problem gelöst.


Euphorisch ging es weiter. Servo gereinigt, Bodenwanne gereinigt, den R3WP Empfänger auf das Servogehäuse und den Tamiya Fahrtregler TBLE-02S auf den Boden der Wanne geklebt. Jetzt nur noch "binden". Also den Empfänger mit der Fernsteuerung zusammenbringen. Soll ganz leicht gehen. Zunächst mal in der Absima Bedienungsanleitung nachgeschaut und nix Brauchbares gefunden. Was für eine miese Übersetzung. Inhaltlich holprig und wichtige Infos fehlen. Also probierte ich ein wenig rum und je mehr ich versuchte, desto schlimmer wurde es. Hatte anfangs auch bereits den Motor angeschlossen, das Fahrzeug aber glücklicherweise hochgestellt, so dass nicht passierte als der Motor begann zu laufen. Ich konnte keine Verbindung herstellen, auch nicht nach dem peinlich genauen Befolgen von verschiedenen youtube-Tutorials. Mann, hatte ich die Fresse dick, Gibt's doch garnicht1


Also kotzte ich mich heute früh erneut bei Herrn Startek aus, der wie immer die Fassung bewahrte und mir antwortete, dass wir das heute nachmittag mal telefonisch durchgehen und Schritt für Schritt versuchen sollten. Wir haben telefoniert und probiert, mit Bindung-Kabel in unterschiedlichen Ports, Einschalten des Senders mit gedrücktem Bind-Knopf und ohne, Ports rauf und runter und was weiß ich noch alles. Vorher hatte ich noch den Fahrtregler zur Sicherheit auf einen Bürstenmotor kalibriert, wobei der ja gestern bereits lief. Der Fahrtregler hat auch ein Riesen-Pamphlet von Bedienungs- und Einrichtungshinweisen. Ergebnis: nach wie vor kein Ergebnis. Wir haben es nicht geschafft, Sender und Empfänger zu binden. Nach knapp einer halben Stunde war auch Herr Startek mit seinem Latein am Ende. Er will sich morgen noch einmal mit Absima kurzschließen um zu klären, ob wir irgend etwas falsch gemacht oder vergessen haben. Ich konnte heute glücklicherweise noch etwas im Garten machen, was ich schon ein paar Tage vor mir herschiebe, das hat die Enttäuschung etwas gedämpft. Ich verstehe nicht, weshalb solche Stilblüten immer mir passieren.

Ich werde nun mal schauen, was Herr Startek morgen herausfindet und hoffe, dass wir um einen Tausch der Steuerung herumkommen. Falls nicht, muss es eine neue Steuerung sein, werden werden sehen.

Noch ein Wort zum Evo: kürzlich habe ich ihn mal etwas länger von der Leine gelassen, er hat aber leider keinen ganzen 4Ah-Akku durchgehalten. Irgendwann ein sirrendes Rasselgeräusch, kein Vortrieb mehr. Erste Vermutung: Ritzel gelöst. Motorhalter demontiert und abgezogen zeigte aber: Ritzel und Hauptzahnrad verschlissen, Kunststoffspäne im Hinterachsantriebe. Hörte sich vorher beim Fahren auch schon immer etwas sonderbar an. Der alte beschädigte Motorhalter hatte offenbar schon so viel beschädigt, dass ihm das jetzt den Rest gegeben hat. Schwund ist überall. Also muss ein neuer Radsatz her. Werde ich erst mal zurückstellen, bis der Schnitzer läuft. Und eigentlich ist danach erst mal der Porsche dran.

Stay tuned for hoffentlich binding....

Gruß Olli

Dienstag, 11. April 2017

Spur verbreitern


Nachdem ich gestern die Karosserie mal aufgesetzt habe, konnte ich schon die deutlich nach innen versetzen Räder feststellen. Heute habe ich dann mal die Karosserielöcher gebohrt. Glücklicherweise waren diese bereits über Vertiefungen angedeutet, somit war das Bohren einfach und die richte Lage kein Problem. Es zeigen sich gut 5-7mm pro Seite, die ich überbrücken muss. Mit den serienmäßigen Antriebsachsen lässt sich das nicht machen. Daher hatte ich heute die Bauanleitung mit in der Firma und habe mal zwei meiner kreativen Kollegen mit drauf schauen lassen. Wir kamen zu den bereits bekannten Ansätzen, entweder neue, längere Radachsen herzustellen oder einen verlängerten Aufnehmer als Sechskantprofil mit Außengewinde für Aufnahme der Radmutter und Innengewinde zum Aufschrauben auf die Radachse zu machen. Die Verdrehmitnahme könnte über Splint mit Kronenmutter geschehen. Das Problem ist, dass diese Lösung vermutlich nur bei hohen Spurverbreiterungen anwendbar ist, darüber hinaus müssten die Radachsen vermutlich trotzdem mitgekürzt werden. Aus diesem Grunde werde ich erst einmal versuchen, längere Radachsen herstellen zu lassen. Ein paar Kontakte habe ich, mal sehen, was dabei herauskommt. Alles weitere die Tage.

Gruß Olli